Gemeinsam stark in den Bergen – Warum aus Experten erst durch Vertrauen ein echtes Team wird

Gemeinsam stark in den Bergen – Warum aus Experten erst durch Vertrauen ein echtes Team wird

Saisontraining mit Schenk Air aus der Sicht von Doc Caro

Wenn Menschen an Luftrettung denken, sehen sie oft nur die spektakulären Bilder: den Helikopter über schneebedeckten Gipfeln, den Einsatz bei Sturm und Eis, die Rettung in letzter Sekunde. Was viele nicht sehen, ist das, was hinter jedem erfolgreichen Einsatz steckt: Vertrauen. Training. Teamgeist. Und unzählige Stunden Vorbereitung.

„A crew of experts doesn’t make an expert crew?!“
„Yes, we do!“

Genau unter diesem Motto stand unsere diesjährige Schenk-Air-Schulung vor Beginn der neuen Saison in den Bergen Tirols. Tage voller intensiver Übungen, ehrlicher Gespräche, körperlicher Grenzerfahrungen und echter Gemeinschaft. Tage, die uns nicht nur fachlich stärker gemacht haben, sondern auch menschlich enger zusammengeschweißt haben.

Denn genau darum geht es in der alpinen Luftrettung: Niemand rettet allein Leben.

Luftrettung in den Alpen – Präzision unter Extrembedingungen

Die Arbeit in der alpinen Luftrettung ist etwas völlig anderes als der klassische Rettungsdienst am Boden. Jeder Einsatz in den Bergen bedeutet Unsicherheit. Wetterumschwünge. Schwieriges Gelände. Zeitdruck. Kälte. Höhe. Und oft Entscheidungen innerhalb weniger Sekunden.

Während viele Menschen Ski fahren, wandern oder die Schönheit der Alpen genießen, stehen Teams wie Schenk Air bereit, wenn etwas passiert. Schwer verletzte Skifahrer. Abstürze im alpinen Gelände. Herzinfarkte auf Berghütten. Lawinenunfälle. Vermisste Personen.

Die Berge sind wunderschön. Aber sie verzeihen keine Fehler.

Deshalb reicht es nicht aus, einfach nur ein guter Pilot, ein erfahrener Flugretter oder eine kompetente Notärztin zu sein. Erst wenn alle perfekt zusammenspielen, entsteht eine Crew, die unter extremen Bedingungen funktionieren kann.

Und genau dafür trainieren wir.

Training beginnt lange vor dem ersten Einsatz

Vor Saisonbeginn trafen sich alle Piloten, Flugretter und Flugärzte von Schenk Air hoch oben in den Bergen zu mehreren intensiven Schulungstagen. Fernab vom Alltag. Fernab von Kameras oder Social Media. Nur wir. Das Team. Der Berg.

Es wurde trainiert, analysiert, diskutiert und wieder trainiert.

Rettung mit der Winde. Kommunikation unter Stress. Medizinische Szenarien in alpinem Gelände. Sicherheit am Helikopter. Entscheidungen bei schwierigen Wetterbedingungen. Technische Abläufe. Materialkunde. Risikoabschätzung.

Aber vor allem wurde eines gestärkt: gegenseitiges Vertrauen.

Denn wenn man später bei Wind und Schnee unter einem Helikopter hängt, wenn jeder Handgriff sitzen muss und Menschenleben davon abhängen, dann braucht man absolute Sicherheit im Team.

Man muss wissen:

Der Pilot trägt dich sicher.
Der Flugretter sichert dich.
Der Kollege denkt mit.
Jeder funktioniert.
Jeder steht für den anderen ein.

Das ist keine Theorie. Das ist überlebenswichtig.

Warum Vertrauen wichtiger ist als Perfektion

Viele glauben, ein perfektes Team bestehe aus perfekten Menschen. Aber das stimmt nicht.

Ein starkes Team entsteht nicht durch Ego. Nicht durch Konkurrenz. Nicht durch Selbstdarstellung.

Ein echtes Team entsteht durch Vertrauen.

Genau das wurde während unserer gemeinsamen Tage wieder deutlich. Jeder bringt unterschiedliche Erfahrungen mit. Unterschiedliche Charaktere. Unterschiedliche Stärken. Aber genau daraus entsteht etwas Besonderes.

Man lernt voneinander.
Man ergänzt sich.
Man fängt sich gegenseitig auf.

Gerade in der Notfallmedizin ist das entscheidend. Denn niemand ist immer stark. Niemand ist fehlerfrei. Niemand kann jeden Einsatz einfach wegstecken.

Die psychische Belastung in unserem Beruf ist enorm.

Wir sehen schwere Verletzungen. Todesfälle. Familien in Ausnahmezuständen. Situationen, die Menschen für den Rest ihres Lebens prägen.

Deshalb ist ein Team nicht nur im Einsatz wichtig, sondern auch danach.

Die besondere Herausforderung der alpinen Notfallmedizin

Für mich persönlich ist die alpine Luftrettung eine unglaublich intensive Erfahrung. Ich arbeite seit vielen Jahren in der Notfallmedizin, auf Intensivstationen, im Rettungsdienst und in der Luftrettung. Aber Einsätze in den Bergen haben eine ganz eigene Dynamik.

Die Natur bestimmt alles.

Manchmal entscheidet nicht die Medizin zuerst, sondern das Wetter. Oder die Topografie. Oder die Frage, ob eine Landung überhaupt möglich ist.

Das verlangt Demut.

Und genau deshalb fasziniert mich diese Arbeit so sehr. Weil sie alles fordert: medizinisches Wissen, mentale Stärke, körperliche Belastbarkeit und absolute Teamfähigkeit.

Bei Schenk Air spürt man sofort, dass hier Menschen arbeiten, die ihren Beruf lieben. Nicht wegen des Adrenalins. Nicht wegen spektakulärer Bilder. Sondern weil sie helfen wollen.

Mit voller Hingabe.

Lernen von den Besten – Zusammenarbeit mit der Bergrettung Pfunds

Besonders wertvoll war auch die Unterstützung der Bergrettung Pfunds während unserer Schulungstage. Die Zusammenarbeit zwischen Luftrettung und Bergrettung ist in alpinen Regionen essenziell.

Viele Einsätze wären ohne diese Kooperation gar nicht möglich.

Die Kolleginnen und Kollegen der Bergrettung bringen unglaubliches Wissen über Gelände, Wetter, Seiltechnik und alpine Sicherheit mit. Gemeinsam konnten wir realistische Szenarien trainieren und voneinander lernen.

Und genau darum geht es.

Nicht darum, wer besser ist. Sondern darum, gemeinsam besser zu werden.

Zwischen Professionalität und Freundschaft

Was diese Tage aber wirklich besonders gemacht hat, war nicht nur das Training selbst. Sondern die Menschen.

Wir haben gemeinsam gearbeitet. Gemeinsam gelernt. Gemeinsam gelacht.

Und genau solche Momente sind es, die ein Team zusammenschweißen.

In der Luftrettung verbringt man oft extrem intensive Stunden miteinander. Man erlebt Grenzsituationen. Emotionale Ausnahmezustände. Erfolg und Verlust liegen manchmal nur Minuten auseinander.

Da entsteht etwas, das weit über ein normales Arbeitsverhältnis hinausgeht.

Kollegen werden Freunde.

Und das ist nicht selbstverständlich.

Gerade deshalb bin ich unglaublich dankbar, Teil dieses Teams sein zu dürfen.

Doc Caro in der Öffentlichkeit – Zwischen Sichtbarkeit und Verantwortung

Viele Menschen kennen mich heute als „Doc Caro“ aus dem Fernsehen, aus Social Media oder aus meinen Büchern. Aber bevor all das existierte, war ich vor allem eines: Ärztin aus Leidenschaft.

Und genau das bin ich bis heute geblieben.

Mir war immer wichtig, Medizin verständlich zu erklären. Menschen mitzunehmen. Ängste abzubauen. Aufzuklären. Ehrlich zu zeigen, wie unser Alltag wirklich aussieht.

Nicht geschniegelt. Nicht perfekt. Sondern echt.

Gleichzeitig bringt Öffentlichkeit natürlich auch Herausforderungen mit sich. Gerade im medizinischen Bereich.

Deshalb bedeutet es mir unglaublich viel, dass mir bei Schenk Air Vertrauen entgegengebracht wird. Nicht nur als Ärztin, sondern auch als Person, die in der Öffentlichkeit steht.

Denn das ist keineswegs selbstverständlich.

In manchen Bereichen wird Sichtbarkeit kritisch gesehen. Manche Kollegen begegnen Social Media skeptisch. Umso mehr weiß ich es zu schätzen, wenn Menschen mich nicht auf Reichweite reduzieren, sondern auf das, was wirklich zählt: meine Arbeit.

Ein Beruf voller Verantwortung

Unser Job ist ein Privileg. Aber er ist auch gefährlich.

Menschen vertrauen uns ihr Leben an. In Momenten größter Angst. In Situationen, in denen Sekunden entscheiden.

Deshalb dürfen wir niemals aufhören zu lernen.

Training ist keine Pflichtübung. Es ist Verantwortung.

Gerade in der Luftrettung gibt es keinen Raum für Nachlässigkeit. Jeder Einsatz muss sitzen. Jeder Ablauf muss funktionieren.

Und genau deshalb investieren Teams wie Schenk Air so viel Zeit in Vorbereitung und Schulung.

Nicht weil sie müssen. Sondern weil sie wissen, wie wichtig es ist.

Die Berge lehren Respekt

Wer in den Bergen arbeitet, entwickelt automatisch Respekt. Vor der Natur. Vor dem Wetter. Vor den Risiken.

Die Alpen sind wunderschön. Aber sie können innerhalb von Minuten lebensgefährlich werden.

Viele Unfälle passieren durch Selbstüberschätzung.

Deshalb ist Prävention unglaublich wichtig.

Die beste Rettung ist immer die, die gar nicht erst notwendig wird.

Dazu gehört gute Vorbereitung beim Bergsport. Die richtige Ausrüstung. Wetterkenntnisse. Ehrliche Selbsteinschätzung. Und manchmal auch die Entscheidung umzudrehen.

Denn Sicherheit beginnt lange vor dem Notruf.

Warum Teamgeist Leben retten kann

Was ich aus diesen Tagen besonders mitnehme?

Dass Teamgeist nicht einfach ein schönes Wort ist.

Teamgeist rettet Leben.

Wenn Menschen einander vertrauen, klar kommunizieren und gemeinsam funktionieren, entstehen Sicherheit und Stärke. Gerade in Extremsituationen.

Und genau deshalb war diese Schulung so wertvoll.

Nicht nur für die Saison. Sondern für uns als Menschen.

Danke an Schenk Air

Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Team von Schenk Air. Vor allem Christian Schenk selbst, der diese Schulungsmöglichkeit geschaffen hat und ein Umfeld ermöglicht, in dem Professionalität, Menschlichkeit und Vertrauen Hand in Hand gehen.

Solche Teams entstehen nicht zufällig.

Sie entstehen durch Haltung.

Durch Respekt.
Durch Leidenschaft.
Durch gemeinsame Werte.

Und genau das spürt man bei Schenk Air.

Warum ich diesen Beruf liebe

Trotz aller Belastungen. Trotz aller schwierigen Einsätze. Trotz der Verantwortung.

Ich liebe diesen Beruf.

Weil er Sinn hat.

Weil man Menschen helfen kann, wenn sie einen am dringendsten brauchen. Weil Teamarbeit hier echt ist. Weil Ehrlichkeit zählt. Weil niemand sich allein durchkämpfen muss.

Und weil man jeden einzelnen Tag spürt, dass das, was man tut, Bedeutung hat.

Auf eine sichere Saison in den Bergen

Die neue Saison kann kommen.

Wir sind vorbereitet.
Wir haben trainiert.
Wir haben gelernt.
Wir sind als Team gewachsen.

Und genau das gibt Sicherheit.

Für uns.
Für unsere Patienten.
Und für alle Menschen, die die Berge lieben.

Denn am Ende geht es genau darum: dafür zu sorgen, dass die Berge ein Stück sicherer werden.

Gemeinsam.
Als Crew.
Als Kollegen.
Als Freunde.
Als Menschen mit einer gemeinsamen Mission.

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